Beratung zur Verhütung

Die Sexualität ist zu schön, um sie mit dem Risiko einer ungewollten Schwangerschaft zu belasten. Daher ist eine frühzeitige Überlegung über die verschiedenen Verhütungsmaßnahmen wichtig. Doch welche ist für mich die richtige?

Wir beraten Sie gern über die für Sie passenden Methoden.

Hormonelle Verhütungsmittel

Mechanische Verhütungsmittel

Das Kondom ist in Deutschland nach der Pille das zweitbeliebteste Verhütungsmittel. Es ist der einzige sichere Schutz vor HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten wie Syphilis, Gonorrhoe, Hepatitis B oder Chlamydien.

Mit der Kupferspirale wird nicht ins hormonelle System der Frau eingegriffen. Der Pearl-Index* liegt bei 0,4 bis 1 und ist vom Kupfergehalt der Spirale abhängig. Nach dem Entfernen ist eine Schwangerschaft sofort wieder möglich. Nachteile der Kupferspirale sind u.a. verlängerte und verstärkte Regelblutungen und kein Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten.

Chemische Verhütungsmittel

Chemische Verhütungsmittel, wie z.B. Scheidenzäpfchen, Schwämmchen und Schäume finden keine breite Anwendung.

Sie weisen eine hohe Versagerquote auf und sind deswegen als alleinige Verhütungsmethode nicht zu empfehlen.

Natürliche Familienplanung (NFP)

Die Methoden der natürlichen Familienplanung (NFP) dienen dazu, die fruchtbaren Tage einer Frau zu bestimmen und ermöglichen dadurch eine Verhütung ohne chemische und hormonelle Hilfsmittel. Möchte eine Frau natürlich verhüten, verzichtet sie an ihren fruchtbaren Tagen auf Geschlechtsverkehr oder greift auf andere Verhütungsmethoden zurück. Zum Erlernen der Methode ist viel Geduld nötig, da es meist mehrere Zyklen dauert, bis ausreichend Erfahrung vorhanden ist, die eigenen Körperzeichen richtig zu deuten. Zudem können ein unregelmäßiger Lebensrhythmus, Alkoholkonsum, Stress oder Erkrankungen den Zyklus beeinflussen und die natürliche Familienplanung unsicher machen.

Notfallkontrazeption

Sind doch einmal alle Methoden fehlgeschlagen (Pille vergessen, Kondom gerissen, ungeschützter Geschlechtsverkehr) gibt es die sogenannte "Pille danach" - eine Notfallverhütung.

Um ihre Wirkung zu entfalten, sollte die "Pille danach" so schnell wie möglich, spätestens aber innerhalb von 72 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr eingenommen werden.

Sterilisation

Sterilisation

Eine Sterilisation bietet sich nur an, wenn die Familienplanung definitiv abgeschlossen ist und ein bestimmtes Alter bzw. bestimmte Lebensziele erreicht sind.

Sowohl bei der Frau als auch beim Mann ist dafür ein operativer Eingriff erforderlich, dessen Kosten nicht von der Krankenkasse erstattet werden.

* Pearl-Index: Von enormer Bedeutung ist die Zuverlässigkeit eines Verhütungsmittels. Diese wird mit dem Pearl-Index angegeben, welcher von dem Biologen Raymond Pearl (1879-1940) entwickelt wurde. Damit wird der Erfolg einer Verhütungsmethode mit wissenschaftlichen Studien folgendermaßen gemessen: Wenn 100 Frauen ein Jahr lang mit der gleichen Methode verhüten, dann entspricht die Anzahl der Frauen, die in diesem Zeitraum trotzdem schwanger geworden sind, dem Pearl-Index. Je niedriger der Pearl-Index, desto sicherer ist die Methode.

** Die Drei-Monats-Spritze ist leider aktuell nicht lieferbar. Fragen Sie trotzdem gerne bei uns nach, wie der neuste Stand der Lieferung ist.

Einwilligung für hormonelle Verhütung

Im Folgendem finden Sie unser Informationsblatt zur Einnahme hormoneller Kontrazeptiva und den dazugehörigen Einwilligungsbogen. Bitte drucken Sie den Einwilligungsbogen aus und bringen Sie ihn zu Ihrem nächsten Besuch in unserer Praxis ausgefüllt und unterschrieben mit.