Invasive Verfahren

Invasive Methoden der Pränataldiagnostik:

Chorionzotten-Biopsie (Entnahme von Plazentagewebe):

Hierbei wird in der 11.-13. Schwangerschaftswoche mit einer dünnen Hohlnadel durch die Bauchdecke punktiert und Placentamaterial gewonnen. Das vorläufige Ergebnis der genetischen Untersuchung ist am nächsten Tag, das endgültige Ergebnis 14 Tage später bekannt.

Da diese Untersuchung in eine noch störanfällige Phase der Schwangerschaft fällt, wird das Risiko einer Fehlgeburt mit bis zu 4% angegeben. 

Amniocentese (Fruchtwasserpunktion):

Hierbei wird in der 16. Schwangerschaftswoche eine Hohlnadel durch die Bauchdecke geführt und Fruchtwasser entnommen. Das Ergebnis der genetischen Untersuchung ist 2 Wochen später bekannt; als Privatleistung kann ein sog. "FISH-Test" ein vorläufiges Ergebnis am nächsten Tag erbringen.

Das Risiko für eine Fehlgeburt liegt bei 0,3 - 0,5%. 

Nabelschnurblutuntersuchungen (Chordozentese)

Diese Untersuchung wird ab der 18. SSW durchgeführt. Unter Ultraschallkontrolle erfolgt ein Einstich durch die Bauchdecke der Frau und die Punktion der Nabelschnur. Die Chromosomenergebnisse liegen nach 2 bis 4 Tagen vor. Es gibt ein Fehlgeburtsrisiko von 1 bis 3%.

Die Entscheidung zu einer nicht-invasiven oder invasiven Pränataldiagnostik kann immer nur in einem persönlichen ärztlichen Aufklärungsgespräch getroffen werden. Sie sollten im Vorfeld folgendes bedenken:

  • Bin ich in der Lage, eventuell weit reichende Konsequenzen aus den Testergebnissen zu ziehen?
  • Gehe ich das Risiko einer Fehlgeburt ein, wenn mir eine invasive Diagnostik empfohlen wird, obwohl das Kind vielleicht völlig gesund ist?
  • Wie würde sich meine Einstellung zum Kind oder zur Schwangerschaft ändern, wenn eine Behinderung oder Erkrankung festgestellt wurde.

Die Entscheidung über eine genetische Diagnostik können wir Ihnen nicht abnehmen, aber wir können Ihnen bei der Entscheidungsfindung mit Rat und Tat zur Seite stehen.

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